Orthodoxe Textquellen und Zeugnisse in deutscher Übersetzung
Der Schmale Pfad der Rettung, wie ihn das orthodoxe Christentum versteht

 

Aus DER SCHMALE PFAD, Band 11:

Mutter Evfrosinia:

Mönchtum im 21. Jahrhundert:
Eine lebensfähige Alternative oder ein vergessenes Ideal?

Ein Bruder machte sich auf den Weg, um Abba Joseph zu sehen, und sagte zu ihm: „Abba, soweit ich vermag, spreche ich meine Gebetsregel, ich faste ein wenig, ich bete und gebe mich der Betrachtung hin, ich lebe in Frieden, soweit ich kann, ich reinige meine Gedanken. Was kann ich sonst noch tun?“ Da stand der alte Mann auf und streckte seine Hände gen Himmel aus. Seine Finger wurden wie zehn feurige Leuchten, und er sprach zu ihm: „Wenn du willst, kannst du ganz Flamme werden.“1

Dies ist das Mönchtum: eine Sehnsucht nach Gott, die keine Grenzen kennt. Es ist der Anfang der kommenden Weltzeit, des Königreichs des Himmels, schon hier auf Erden. Die Kirche nennt das Mönchtum das engelhafte Leben. Entsprechend der heiligen Tradition erschien im 4. Jahrhundert ein Engel dem hl. Pachomius, dem ersten der Mönche, die ihren Kampf in der ägyptischen Wüste führten, um eine mönchische Gemeinschaft zu gründen, und gab ihm eine Bronzetafel, auf der eine Regel eingetragen war, der seine Mönche folgen sollten.2 Von den apostolischen Zeiten bis in die Gegenwart haben Tausende, Hunderttausende, wahrscheinlich Millionen von Menschen alles verlassen, was sie hatten, und alles verachtet, das diese Welt anzubieten hat, um Christus zu folgen und um die Evangelien vollständiger zu leben.

Zu Zeiten ist dieser Impuls stärker gewesen, zu anderen Zeiten schwächer, und die Heiligen Väter sprechen vom Mönchtum als dem Barometer des geistlichen Lebens in der Kirche. Wenn das mönchische Leben gedeiht, bemühen sich die Gläubigen wirklich im Geistlichen, und umgekehrt: wenn wenige Menschen Inspiration im mönchischen Ideal finden, die Klöster weniger werden und in Vergessenheit geraten, ist das geistliche Leben unter den Gläubigen im Rückgang begriffen. Am Ende des 4. Jahrhunderts, als die Verfolgung der Christen aufhörte und die Kirche zum ersten Mal Frieden erfuhr, doch der Eifer der Bekehrten sich noch nicht abgekühlt hatte und viele Christen wünschten, Christus alles zu geben, wurde das Mönchtum sogar zu einer Massenbewegung. Der hl. Palladius, einer der Reiseschriftsteller dieser Epoche, berichtet von seinem Besuch in Oxyrhynchus, einer der Städte der Thebaid (in Ägypten): „Es ist unmöglich, den Wundern gerecht zu werden, die wir dort sahen. Denn die Stadt ist so voll von Klöstern, daß ihre Mauern von den Stimmen der Mönche widerhallen. Andere Klöster umgeben sie von außen. (...) Die Synagogen und Kapitole der Stadt platzten vor Mönchen; jedes Viertel der Stadt wurde (...) von ihnen bewohnt. Die Mönche waren gegenüber den weltlichen Einwohnern beinahe in der Mehrzahl (...), und es gibt keine Stunde des Tages oder der Nacht, in der sie nicht Gott ihre Verehrung darbringen. (...) Was kann man über die Frömmigkeit der Menschen sagen, die sich uns näherten, als wären wir Engel, wenn sie sahen, daß wir Fremde waren? Wie kann man eine angemessen Vorstellung über die Mengen von Mönchen und Nonnen übermitteln, deren Zahl nicht erfaßbar war? Jedoch, soweit wir uns durch den heiligen Bischof dieses Ortes vergewissern konnten, würden wir sagen, daß er unter seiner Zuständigkeit 10.000 Mönche und 20.000 Nonnen hatte. Es geht über meine Kraft, ihre Gastfreundschaft und ihre Liebe zu uns zu beschreiben. In der Tat, die Mäntel wurden uns beinahe fort-gerissen von den Menschen, die an uns zogen, um uns dazu zu bringen, mit ihnen zu gehen und bei ihnen zu bleiben.“3 Näher an unserer eigenen Zeit gab es im Rußland des Jahres 1907, gegen Ende der geistlichen Wiederbelebung des 19. Jahrhunderts und vor der Revolution, 24.000 Mönche und 66.000 Nonnen, also etwa 90.000 Menschen im monastischen Leben, die in 970 Klöstern lebten. In den rauheren Gegenden der französischen Landschaft, wo sich mein Kloster befindet, ist das Land von leeren Klöstern in Ruinen, Überresten der Epoche des Glaubens, welche die Historiker das Mittelalter nennen, übersät. Sie bezeugen die jetzige geistliche Unfruchtbarkeit Frankreichs, wo mehr Menschen auf der Straße an Astrologie glauben als an Christus und mich Menschen anspeien, weil sie denken, ich sei eine Muslime. Es würde ihnen nie einfallen, daß eine Frau, die Schwarz trägt, eine Nonne sein könnte. Die Szene am Flughafen hier in Ottawa war, als ich ankam, nicht wie die Szene in Oxyrhynchus, als der hl. Palladius durch die Tore ging, und Sie können wahrscheinlich durch ganz Kanada oder Amerika reisen und nicht ein einziges Kloster sehen, noch einen einzigen Mönch oder eine einzige Nonne treffen.

Aber ist das Mönchtum heutzutage eine völlig verlorene Angelegenheit? Es stimmt, der Mönch ist für die modernen Augen zunehmend eine Gestalt von gestern, etwas Albernes und Exzentrisches. Die Leute denken an den kugelrunden Bruder Tuck bei Robin Hood oder an die finsteren, mordgierigen Mönche im Roman „Der Name der Rose“. Das Wort „Nonne“ läßt einen an Mutter Theresa oder an alberne Filme über nette, aber ziemlich dumme Frauen denken, die seltsame, unbequeme Kleidung tragen. Sogar bei Menschen, die eine mehr orthodoxe Orientierung besitzen, löst das Wort „mönchisch“, auf unsere Zeit angewandt, Vorstellungen über den hl. Ioann von Shanghai und San Francisco, Vater Seraphim Rose oder die Neumärtyrerin Großfürstin Elisabeth von Rußland aus, und wir fragen uns, was können diese Heiligen möglicherweise mit uns gemein haben? Ist irgend etwas von ihrem Leben und ihren Erfahrungen überhaupt für uns relevant oder anwendbar, und wie können wir orthodoxe Christen des 21. Jahrhunderts auch nur wagen, danach zu streben, sie nachzuahmen? Die Aussprüche der Wüstenväter und die Lebensbeschreibungen der Gründer des Mönchtums sind voll an schrecklichen Warnungen, nach denen das Mönchtum, besonders die strenge Askese der vergangenen Jahrhunderte, in den späteren Zeiten geradezu unmöglich sein wird. Einmal, als die heiligen Väter über die letzte Generation Voraussagen machten, sagten sie: „Was haben wir selbst vollbracht?“ Einer von ihnen, der große Abba Ischyrion antwortete: „Wir selbst haben die Gebote Gottes erfüllt.“ Die anderen antworteten: „Und jene, die nach uns kommen, was werden sie tun?“ Er sagte: „Sie werden darum kämpfen zu erreichen, die Hälfte unserer Werke zu vollbringen.“ Sie fragten: „Und jene, die nach ihnen kommen, was wird mit ihnen sein?“ Er sagte: „Die Männer dieser Generation werden keinerlei Werke vollbringen, und die Versuchung wird über sie kommen; und diejenigen, die in jenen Tagen beharrlich bleiben, werden größer sein als wir oder unsere Väter.“4 Wenn wir die Unterweisungen des hl. Ignatij Brjantschaninov für die heutigen Mönche und Nonnen lesen, kann das vor über einem Jahrhundert herausgegebene und in englischer Sprache als Die Arena bekannte Buch aus-gesprochen deprimierend sein. „Wir sind äußerst schwach“, sagt er, „während die Versuchungen, die uns umgeben, enorm zugenommen haben. (...) Das geistliche Tun ist uns ziemlich unbekannt. Wir werden völlig in körperlicher Tätigkeit und durch die Absicht gefesselt, in den Augen der Welt fromm und heilig zu scheinen und ihre Belohnungen zu bekommen. Wir haben (...) den harten und schmalen Pfad der Rettung verlassen. Wir Mönche werden mehr als jedes Volk verringert, und wir werden heute auf der ganzen Erde für unsere Sünden gedemütigt.“5 Am Ende der „Arena“ verwendet der hl. Ignatij das Bild von Bettlern, welche die von einem luxuriösen Festmahl übriggebliebenen Reste essen, um die Mönche der letzten Tage zu beschreiben, zu denen der Herr sagt: „Brüder, bei meinen Vorbereitungen für das Festmahl hatte Ich euch nicht im Blick, so daß Ich euch kein angemessenes Mahl gegeben habe, und die Gaben sind entsprechend einer zuvor gemachten Berechnung, die nur Ich verstehen kann, alle schon verschenkt worden.“6 Wenn heutzutage jemand wagt, an das monastische Leben auch nur zu denken, scheint seine ganze Umgebung – die weltliche wie die orthodoxe, kirchliche – zu sagen: „Vergiß es! Versuch es nicht einmal! Es ist absolut sinnlos!“

Trotz der Schwierigkeiten und des abschlägigen Rats sogar der maßgeblichsten orthodoxen Quellen wollen viele Menschen immer noch alles und jeden zurücklassen, das Kreuz des mönchisches Kampfes aufnehmen und unserem Erlöser folgen. Ich denke nicht, daß es zu optimistisch ist, in unserer Zeit von einer Art Belebung des Mönchtums zu sprechen. In den 20 Jahren, in denen ich mich nun mühe, ein monastisches Leben zu führen, hat mein Kloster um das Doppelte an Größe zugenommen. Jede Woche bekommen wir Briefe und Telefonanrufe von Frauen und Mädchen, die kommen möchten, um einzutreten, oder die mehr über unser Leben lernen wollen. Sie suchen eindeutig nach einem tieferen, intensiveren geistlichen Leben und irgendeiner Form der Hingabe. Unsere Klöster im Heiligen Land wachsen und gedeihen. Seit den Jahren der Perestroika sind in Rußland Hunderte, wenn nicht Tausende von Klöstern geöffnet worden. Wenn ich dort reise, kommt alle paar Schritte jemand und fragt mich, woher ich bin, aus welchem Kloster, und bittet mich um Gebete, um ein Wort des Rats oder des Trostes. Sie weinen beim bloßen Anblick einer Nonne und drücken Namenslisten und ihre letzten Kopeken und Rubel in meine Hände. Ein sehr ernsthafter Schriftsteller notierte überrascht, daß in Rußland mehr Touristen Klöster besuchen als Ausstellungen, Museen oder Zoos.7

Was ist es, das weiterhin Menschen zu dieser Lebensweise hinzieht, die im Grunde genommen ein Geheimnis ist, etwas, von dem sogar die heiligsten Mönche mit Ehrfurcht und Zittern sprechen? Vor allem ist das Mönchtum der Weg der Reue. Nicht jene Art Reue, wenn wir innehalten, um zu seufzen, und wir Bedauern empfinden über die schlechten Dinge, die wir getan haben, woraufhin wir uns schnell dem nächsten Punkt auf unserer Liste der zu erledigenden Dinge zuwenden. Oder wenn wir eine Liste von Sünden bei der Beichte murmeln, damit wir zur Kommunion gehen können. Nein, jene Art Reue bedeutet eine völlig Umwendung, eine Bekehrung, einen tiefen Wandel im Lebensstil. Dies ist die Reue des Verlorenen Sohns aus dem Evangelium, der dahin gelangt, festzustellen, daß sein ganzer Lebensweg sehr falsch gewesen ist, und der alles hinter sich läßt, um zu seinem Vater nach Hause zu gehen und um Verzeihung zu bitten. Der Gottesdienst der monastischen Tonsur beginnt mit einem Vers, der diese Parabel umschreibt: „Eile, mir Deine väterlichen Arme aufzutun, denn wie der Verschwender [der Verlorene Sohn] habe ich mein Leben vergeudet. In der unfehlbaren Fülle Deines Erbarmens, o Erlöser, weise nicht mein Herz in seiner Armut zurück. Denn in Zerknirschung schreie ich zu Dir, Herr: Vater, ich habe gegen den Himmel und vor Dir gesündigt.“8 Es ist diese Sehnsucht nach der Umarmung unseres himmlischen Vaters, nach Seiner Verzeihung und nach einem Zuhause bei Ihm, der immer noch Menschen dazu bringt, allem den Rücken zu kehren und den mühseligen Weg auf dieser felsigen Straße zu gehen.

Die erste Stufe auf dieser Straße ist der Verzicht auf diese Welt, die man zurückläßt. Dies bedeutet nicht, einfach die Schule oder seinen Beruf zu verlassen, das Bankkonto zu schließen, in ein Kloster umzuziehen, Schwarz anzuziehen und seine Gebete zu sprechen. Gemäß den Heiligen Vätern bedeutet der Begriff „Welt“ die Summe aller unserer Leidenschaften, Zuneigungen, Meinungen, kleinlicher Vorlieben und Abneigungen; alles, das uns von Gott distanziert und uns daran hindert, Seinen Willen wahrzunehmen. „Niemand kann Gott nahekommen außer dem Menschen, der sich von der Welt getrennt hat. Aber ich nenne Trennung nicht das Verlassen des Körpers, sondern das Zurücklassen der Angelegenheiten der Welt“, sagt der hl. Isaak der Syrer, einer der größten Mönchsväter aller Zeiten.9 „Niemand, der Gemeinschaft mit der Welt hat, kann Gemeinschaft mit Gott haben, und niemand, der Sorge über die Welt hat, kann Sorge für Gott haben“, fährt er fort.10 „Wenn man wahrhaft Gott liebt“, beginnt der hl. Johannes von der Leiter [Klimakos], ein anderer monastischer Führer, „und sich danach sehnt, das Königreich zu erlangen, das kommen wird; wenn die eigenen Verfehlungen Schmerz verursachen und man sich der Strafen und des ewigen Urteils eingedenk ist, wenn man wirklich Furcht vor dem Tode hat, dann wird es nicht möglich sein, eine Zuneigung oder Besorgnis oder Sorge über Geld, Besitz, Familienbeziehungen, weltliche Herrlichkeit, Liebe und Bruderschaft, wahrlich über irgend etwas von der Erde zu haben. (...) Aller Gedanken an diese Dinge beraubt, sich nicht mehr darum kümmernd, wird man sich in Freiheit Christus zuwenden.“11

An dieser Stelle ist die allgemeine Frage: „Wie weiß ich es?“ Wie weiß ich, daß ich zu jener besonderen Form des Verzichts auf die Welt berufen bin, die das Mönchtum darstellt? Wir alle müssen die Welt im Sinn dessen verlassen, daß wir zu kämpfen haben, um unsere Leidenschaften auf die eine oder andere Weise zu überwinden; darüber besteht kein Zweifel. Aber wie kann ein Mensch sicher sein, daß die Bestimmung des Herrn für ihn im mönchischen Leben besteht? Wie können wir den Willen Gottes in diesem Fall wahrnehmen? Es ist sehr wahr, daß es keinen bestimmten „monastischen Typ“ oder besondere Charaktereigenschaft gibt, die jemanden als einen Kandidaten definieren. In meinem Kloster gibt es alle Arten von Menschen: dicke, dünne, alte, junge, ausgelassene, sehr schüchterne, gebildete, Absolventen höherer Lehranstalten; manche haben ein sehr freundliches Wesen, andere können manchmal ausgesprochen böse sein. Sie waren in allen Arten von Tätigkeiten beschäftigt: Eine war die Herausgeberin einer Zeitschrift, eine andere eine Näherin, eine war eine halbprofessionelle Ballspielerin, eine andere Schwester hat einen Doktor in Philosophie, eine der jüngsten Schwestern kam zu uns praktisch von der Straße. Einige von ihnen hatten eine glückliche Kindheit, andere haßten ihre Vorfahren, einige von ihnen waren äußerst erfolgreich in dem, was sie taten, andere haßten ihre Jobs. Aber alle wurden zu irgendeinem Zeitpunkt von der Notwendigkeit überzeugt, alles bleiben zu lassen und den Heimweg zu ihrem himmlischen Vater anzutreten.

Die Menschen reden oft über Berufungen und nehmen an, daß es eine Art mystischer Erfahrung sein muß, um einen zu überzeugen, das monastische Leben zu beginnen. Es ist wahr, daß viele Mönche und Nonnen auf ein besonderes Ereignis zurückblicken können, das der Wendepunkt in ihren Leben war. In 9 von 10 Fällen ist dabei nichts wirklich Jenseitiges dabei. Wenn man Stimmen hört oder möglicherweise Engel sieht, ist ein Kloster der letzte Ort, wo man hingehört. Eine unserer Schwestern traf ihre Entscheidung während eines Akathistos vor einer wundertätigen Gottesmutterikone. Alle ihre Freunde waren diese Nacht tanzen gegangen, aber sie wollte bei diesem Akathistos anwesend sein, und in dessen Mitte dämmerte es ihr, daß sie eine wirklich gute Zeit damit verbrachte; viel besser als jene, die sie gehabt hätte, wenn sie zum Tanzen gegangen wäre, und daß es Sinn haben würde, ihre ganze Zeit damit zu verbringen. Eine andere Schwester wurde vom Beispiel zweier Nonnen in der Synodalkathedrale in New York bewegt, die sie dort traf. Sie sollten Geld für das Heilige Land sammeln. Jemand von der Gemeinde griff sie grundlos an und klagte sie an, daß sie aus der Küche ohne Bewilligung Nahrungsmittel entwendet hätten. Die meisten von uns hätten versucht, zu argumentieren und den Fehler zu erklären, aber eine der Nonnen machte eine große Metanie und bat einfach um Verzeihung – dies war ein schönes Beispiel mönchischer Demut. Die Tatsache, daß es wirklich stille Menschen heutzutage noch gibt, die versuchen, zu tun, was die Evangelien lehren, war eine wirkliche Offenbarung, und innerhalb eines Jahres war dieses Mädchen eine Novizin. Jemand anderes wurde von einer Passage des hl. Johannes Cassianus bewegt. Eine unserer älteren Nonnen traf ihre Entscheidung, als ihr Gemeindepriester sie fragte, ob sie irgend jemanden wüßte, der daran denken könnte, in ein Kloster einzutreten und Nonne zu werden. Dies war kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, und diese Frau hatte angenommen, daß es keine Klöster mehr gab, daß das Mönchtum nicht einmal mehr als eine Möglichkeit bestand. Und als der Priester fragte, kam alles für sie an den rechten Ort.

Selbst wenn es solch einen Moment gibt, ist die Wahl und der Entschluß, dem monastischen Weg zu folgen, fast immer eine Periode wirklichen Kampfes mit Zweifeln, Ängsten und Versuchungen. Viele der Nonnen, die ich kenne, wollten, als ihnen der erste Gedanke daran kam, nichts damit zu tun haben und waren ziemlich entsetzt  über diese Idee. Die Heiligen Väter heben hervor, daß es nichts gibt, das der Böse so sehr haßt  wie das Mönchtum, und daß er alles tut, was nur möglich ist, um jemanden von diesem Pfad abzubringen. Wenn jemand in allen Bereichen geistlich wachsam ist, kann er ihn an dieser Stelle praktisch bei der Arbeit sehen und hören. Ich weiß, daß manche unglaubliche Stellenangebote bekommen, riesige Geldbeträge erhalten, Heiratsangebote von großen, dunklen, gutaussehenden und reichen Männern. Eine ältere Nonne kannte ich, deren Ehemann, der 20 Jahre vermißt war, genau an dem Tag, bevor sie ging, auf ihrer Türschwelle auftauchte. Im Fall einer anderen drohte ihr Sohn, sich zu erschießen, die Mutter einer anderen ließ sich im Verlauf von 6 Wochen beinahe verhungern. Wenn man mit Mönchen und Nonnen spricht, entdeckt man tatsächlich, daß die Wirklichkeit phantastischer als die Literatur ist! Trotz der Prüfungen wächst die Überzeugung, daß es nichts sonst gibt, das man machen könnte, was dem gliche – das monastische Leben ist die einzig sinnvolle Alternative. Und dies nagt an einem, bis es einfach keinen anderen Ausgang mehr gibt.

Wenn der Mönch erst einmal aus der Welt entkommen ist, beginnt er schließlich den Versuch, klar zu denken und sich auf die Dinge zu konzentrieren, die sein ewiges Schicksal bestimmen. Er beginnt, wirklich zu verstehen und zu glauben, daß wir elende Sünder wirklich am Verderben sind, daß wir verzweifelt einen Erlöser brauchen, der die Seele heilt, und daß nur in Ihm das Leben ist. Alles andere außerhalb davon ist leer und sinnlos. Er beginnt, dies wirklich zu fühlen und zu erfahren, und nicht einfach nur diese Wörter zu sprechen. Nur wenn der Mensch aufhört, dem Lärm und Trubel der Welt zuzuhören, seine Augen von ihren wilden, psychedelischen Farben abwendet und wenn er über den Kater hinwegkommt, den ihm die Welt durch die Vergnügungen hinterläßt, beginnt er, sich klar zu sehen und die Bedeutung und das Ziel des Lebens auf dieser Erde wahrzunehmen und gegen seinen Feind, den Bösen, zu kämpfen.12 Der hl. Johannes von der Leiter sagt: „Alle, die den guten Kampf, das mönchische Leben antreten, der zäh und schmerzhaft, aber leicht ist, müssen erkennen, daß sie ins Feuer springen müssen, wenn sie (...) erwarten, daß das himmlische Feuer in ihnen verweilen möge. (...) Jeder möge sich prüfen und dann das Brot des mönchischen Lebens mit seinen bitteren Kräutern essen und den Kelch, gefüllt mit seinen Tränen, austrinken.“13

 Ja, es ist wahr. Das mönchische Leben ist nicht „lustig“. Die meisten von uns, besonders jene, die durch eine schwerwiegende Probe gehen mußten, um die Welt zu verlassen, erfahren eine „Flitterwochen“-Periode, wenn sie schließlich den Sprung getan, mit der Welt gebrochen haben und ins Kloster kommen. Es ist solch eine Entlastung, all dies hinter sich zu lassen und sich schließlich auf den Weg begeben zu haben. Alles und jeder scheint wunderbar, man ist voller Eifer und man kann praktisch die Gnade spüren, sie ist so reichlich vorhanden. Für manche kann diese Stufe jahrelang anhalten. Aber früher oder später meldet sich die Realität und man sieht, daß all diese Dinge, die über die Schwierigkeiten des monastischen Lebens geschrieben worden sind, nicht einfach ausgefallene Wörter oder symbolische Phrasen oder Allegorien sind. Es ist nicht die physische Seite, die schwer ist. Mit einiger Bemühung und Disziplin kann man lernen, früh aufzustehen und die langen Gottesdienste durchzustehen, Metanien zu machen, schwere Aufgaben zu bewältigen und Dinge zu tun, die man nicht unbedingt mag. Viele Leute in der Welt haben in dieser Hinsicht ein viel schwierigeres Leben. Es ist die Begegnung mit sich und demjenigen, der man wirklich ist, und der Kampf, um das zu ändern, der die langsame, aber schmerzhafte, Tag für Tag, Minute für Minute zu verrichtende Arbeit des Mönches ausmacht. Dieses Werk geschieht weitgehend durch unsere Kontakte und Konflikte mit anderen Menschen. Der hl. Johannes von der Leiter spricht sehr deutlich darüber: „(...) verhöhnt, verspottet, verlacht, muß man die Zurückweisung seines Willens annehmen. Man muß geduldig Widerstand erdulden, Vernachlässigung ohne Beschwerde erleiden, unter gewalttätiger Überheblichkeit leiden. Man muß bereit sein, Ungerechtigkeit zu erdulden und darf nicht trauern, wenn man verleumdet wird; man darf sich nicht durch Verachtung verärgern lassen und muß Demut zeigen, wenn man verurteilt worden ist.“14 Für die meisten von uns ist das schwierigste Element darin, in allem den eigenen Willen aufzugeben. In einer der am meisten zitierten mönchischen Aussprüche sagt Abba Dorotheus, ein anderer großer Lehrer des mönchischen Lebens: „Ich weiß von keinem Sturz, der einem Mönch widerfährt, der nicht dadurch versucht wird, seinem eigenen Willen und seinem eigenen Urteil zu vertrauen. (...) Kennst du jemanden, der gefallen ist? Sei sicher, daß er sich selbst leitete. (...) Nichts ist (...) schmerzlicher, (...) nichts ist verderblicher.“15

Als ich eine junge Novizin war, ärgerte ich mich wirklich über die Schriften der Heiligen Väter und die konstante Wiederholung, daß in den letzten Tagen die Mönche nicht in der Lage sein werden, podvigyj oder große asketische Meisterleistungen auszuführen, sondern ihre Rettung durch Geduld ausarbeiten und schwer geprüft würden. „Wie langweilig“, dachte ich, „bestimmt können wir das, wenn wir unseren Verstand und unseren Geist darauf richten, auch tun. Wie kann es sein, daß uns nur erlaubt sein sollte, herumzusitzen und geduldig zu sein?“ Das Geheimnis ist hierbei, daß es sich wirklich um eine große Gnade des Herrn handelt. Wir sind heute in unserer Herangehensweise dem Leben gegenüber nicht nur unchristlich; in unseren Gedanken, Worten und Taten sind wir geradezu antichristlich. Würde der Herr uns die Gnade gewähren und uns die Kraft verleihen, auch nur ein Zehntel der asketischen Meisterleistungen der früheren Zeiten auszuführen, wir würden davon nicht nur keinen Gewinn erlangen, sondern der daraus entstehende Stolz und die leere Eitelkeit würden uns direkt in die Verdammnis führen. Dies ist besonders wahr im Mönchtum, wo die Unerfahrenen die intensive Arbeit am eigenen Selbst sehr leicht mit der Selbstanalyse verwechseln, die so viele Selbsthilfe- und „Sich-mit-sich-wohlfühlen“-Therapeuten heutzutage lehren.

Nehmen Sie zum Beispiel den Begriff von „Launen“ oder „Stimmungen“. Dies ist kein orthodoxer Begriff; wir haben keine Launen, wir werden von Leidenschaften angegriffen, und wir sind bestrebt, Tugenden zu erwerben. „In einer schlechten Stimmung zu sein“, kann nie das eigene Benehmen in einem Kloster entschuldigen. Dies zu akzeptieren, kann für einen Anfänger sehr schwer sein. Ebenso haben wir keine „Rechte“; wir haben Pflichten und Gehorsam, und wir schulden es dem Herrn selbst, sie zu erfüllen, aber niemand schuldet uns irgend etwas. Ebenso können wir nicht erwarten, daß wir „glücklich“ und „erfüllt“ sind; wir kommen zu einem Kloster, um über unsere Sünden zu weinen. Heutzutage ist einfach alles „langweilig“. Wir haben alles versucht, wir sind stur und sehr selbstsicher. Um die Langeweile zu heilen, beschließen einige Leute, das Mönchtum zu versuchen. Junge Leute wollen nichts mehr als Eindruck machen, eine Sensation verursachen. Was könnte sensationeller sein, als daß die ganzen Freunde einen plötzlich sehen, wie man 30 Pfund dünner geworden ist, behangen mit Schwarz, eine Gebetsschnur haltend und geistliche Weisheit darlegend? Am schlimmsten ist, daß in unseren Zeiten die Menschen hochmütiger als je zuvor sind. Wir sind stolz auf unsere imaginären Tugenden, wir sind sogar stolz auf unsere Sünden. Und am meisten sind wir stolz auf unseren Verstand. Wir betrachten uns als große Denker und verständnisvolle Psychologen, glänzende Philosophen, die alle die subtileren, tiefsten mönchischen Wahrheiten natürlich viel besser verstehen können als jene, die vor uns waren.16

Die Vorstellungen von Demut, Gehorsam, Selbstverurteilung, Sanftmut und Verzicht auf den eigenen Willen sind für den orthodoxen Christen eine Selbstverständlichkeit, aber sie müssen heute erst erlernt werden. Vladyka Varnava Beliaev, einer der russischen Neumärtyrer, schrieb, daß es 30 Jahre dauern würde, bis man beginnt, ein Mönch zu sein. Das war vor 80 Jahren; heute braucht es dafür wahrscheinlich 40 oder 50!

Warum sich also darum kümmern? Ist es das wirklich wert? Ich erinnere mich an Metropolit Filaret, der den Ausspruch des hl. Johannes von der Leiter paraphrasierte: „Wenn jeder wüßte, wie schwer es in den Klöstern ist, dann würde niemand jemals dorthin gehen. Aber wenn sie die Freuden und Belohnungen des mönchischen Lebens kennen würden, dann kämen sie angelaufen.“ Und es ist wahr, die Belohnungen und die Segnungen sind dort wirklich. Einer der Altväter von Optina, der hl. Barsanuphius, lehrte: „Wahre Heiligkeit kann nur in einem Kloster erworben werden. Sie können in der Welt gerettet werden, aber es ist unmöglich, völlig gereinigt zu werden, (...) oder sich zu erheben und wie die Engel zu leben und ein kreatives geistliches Leben in der Welt zu führen. All die Wege der Welt, (...) ihre Gesetze zerstören oder verlangsamen zumindest die Entwicklung der Seele. Und das ist der Grund, warum die Menschen nur in den Klöstern zum engelhaften Leben gelangen können. (...) Mönchtum ist Heiligkeit; der gesegnetste Zustand, der für den Menschen auf dieser Erde möglich ist. Es gibt nichts Höheres als diese Seligkeit, weil das Mönchtum einem den Schlüssel zum geistlichen Leben gibt.“17

Worin finden wir diese Seligkeit? Sie besteht in dem Wissen, daß jeder Tag des eigenen Lebens und jede Minute des Tages vor Gott geheiligt und bedeutungsvoll sind. Sogar die „schlechten“ Tage und die wirklich niedergeschlagenen Tage haben vor Ihm Bedeutung. Solange man das Leben bewußt führt, gibt es keine vergeudete Zeit. Da ist die Feierlichkeit und Schönheit der Gottesdienste unserer Kirche, die wahrlich den Anfang des Lebens im Himmel schon hier auf Erden darstellen. In der Welt ist unser Aufenthalt in der Kirche immer eine Zeit, die man den Angelegenheiten der Welt abringt, ein willkommener Aufschub, eine Art besonderer geistlicher Freude. Im Kloster bestimmen die Gottesdienste den Ablauf des Lebens, und sie sind das wirkliche Leben; alles andere ist Zeit, die man ihnen raubt. Sie nähren uns, unterrichten uns und in einem gewissen Sinn sogar unterhalten sie uns auch. Als ich in das Kloster eintrat, war eine meiner größten Ängste, daß ich die Gottesdienste schließlich langweilig finden würde – dieselbe Sache, jahrein, jahraus, immer. Statt dessen finde ich, daß sie solch gewaltige Fülle und so viele Ebenen enthalten, jede tiefer als die vorhergehende, daß man sich ihnen zu Lebzeiten niemals ausreichend nähert, um auch nur zu beginnen, sie wirklich zu schätzen. Die Heiligen sind meine nahen Freunde und Ratgeber geworden, ich erfahre die Feste unterschiedlich jedes Jahr, jede große Fastenzeit und jedes Pas’cha sind eine völlig neue Offenbarung. Vor allem gibt es im Mönchtum das, was der hl. Theophan der Einsiedler „sicher zu sein, daß Gott dich als Sein eigen bewahrt“, nannte. Wenn du die Wege des Herrn als dein Leben akzeptierst, wird in deinem Bewußtsein bald das Wissen aufleuchten, daß auch Er dich als Sein eigen akzeptiert.18 Ich erinnere mich daran, daß ich die Nacht nach meiner Tonsur, nach dem Ablegen meiner mönchischen Gelübde in der Kirche verbrachte. Ich hatte solch eine lebhafte Wahrnehmung dessen, daß der Herr mit mir war, es schien mir, daß der Himmel buchstäblich gerade um die Ecke herum begann, daß, wenn ich die Tür der Kirche öffnete, Er genau da wäre. Dies war kein Gefühl; ich wußte es.

Es gibt nichts Schöneres als die Art und Weise, wie Mönche und Nonnen sterben. Die meisten unserer Schwestern sterben, nachdem sie die Kommunion empfangen haben, umgeben von der Gemeinschaft mit Gebeten und Gesang und Tränen. Nicht die verzweifelten Tränen der Welt, sondern Tränen bei der Trennung von einem Freund, einer Schwester, und auch nur für eine Weile. Der Begräbnisgottesdienst eines Mönchs ist reichlich verschieden von dem eines Laien. Er ist eine Unterrichtsstunde des mönchischen Lebens und der fest verankerten Hoffnung auf das ewige Leben, so daß er eher eine Meditation über den Tod darstellt. Für jene, die ihr Leben auf der Schwelle der kommenden Welt verbringen, ist der Tod lediglich ein Hinüberwechseln in das nächste Zimmer.

Wir geben viel im mönchischen Leben auf. Meine Arme haben geschmerzt, nachdem ich die Kinder meiner Freunde in den Armen gehalten und gewußt hatte, daß ich nie meine eigenen halten würde. Aber der Herr hat mir viele Kinder des Geistes unter den jungen Novizinnen im Kloster gegeben, mit denen ich arbeite. Ein Mönch oder eine Nonne kennt nie die spezielle Vertrautheit und Nähe, die der Segen einer orthodoxen Ehe ist. Und ein verheirateter Mensch kennt die geistliche Verwandtschaft in einer mönchischen Gemeinschaft nicht. Es gibt keine Urlaube von Mönchtum, kein Krankfeiern, keine Freizeit. Aber jeder Tag ist ein Fest.

„Das Mönchtum“, sagte einer der Altväter von Optina, „unterstützt die ganze Welt. Und wenn es kein Mönchtum mehr gibt, wird das Letzte Gericht über uns kommen.“19

Und für jene von uns, die sich zu diesem Weg des Lebens hingezogen fühlen, gibt es einfach keine andere Art zu leben. Ein Schriftsteller beschrieb dies wie folgt: „Einige Menschen sind von Natur aus sehr zielbewußt. Und es gibt Gedanken, die das Leben solcher Menschen bis ins letzte Detail durchdringen. Alles Schöne, Freudige und Trosterfüllte wird in diesem Leben für sie von der Erinnerung an diese eine Sache überschattet, von einem einzigen Gedanken: der gekreuzigte Christus. Ganz gleich wie hell die Sonne scheinen mag, wie schön die Natur, Gottes Schöpfung, ist, welche Versuchung ferne Orte darstellen mögen – sie erinnern sich daran, daß Christus gekreuzigt wurde, und alles verblaßt dagegen. Es mag sein, daß wir die schönste Musik, die genialsten Reden hören, diese Seelen aber hören nur eines: Christus wurde gekreuzigt, und was kann den Klang der Nägel jemals übertönen, die in Sein Fleisch geschlagen wurden? Beschreibe ihnen das Glück eines Familienlebens mit einem geliebten Mann oder einer geliebten Frau, mit Kindern – aber Christus wurde gekreuzigt, und wie können wir dem Herrn nicht zeigen, daß Er nicht allein ist, daß wir Ihn nicht verlassen haben. Es gibt jene, die bereit sind, alles in der Welt zu vergessen, um an Seinem Kreuz zu stehen, Sein Leiden zu erleiden und über Sein Opfer zu staunen. Für sie ist die Welt leer, und nur Christus, der Gekreuzigte, spricht zu ihren Herzen. Und nur sie wissen, welche Süße sie jetzt schon auf dieser Erde durch ihre Teilnahme am ewigen Geheimnis des Kreuzes schmecken, und nur sie hören, was Er ihnen sagt, wenn sie nach einem Leben voll von unbegreiflichen Schwierigkeiten und unerklärlicher Freude zu Ihm kommen.“20

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1 Abba Joseph von Panephysis in The Sayings of the Desert Fathers; the Alphabetical Collection, Übers. Benedicta Ward SLG. A.R. Mowbray & Co. Ltd. London 1975, S. 88 #7.

2 Pachomian Koinonia. Bd. 2: Pachomian Chronicles and Rules. Cistercian studies series #46. Cistercian Publications, Inc. Kalamazoo, S. 125.

3 St. Palladius, The Lives of the Desert Fathers. Übers. Norman Russell. A.R. Mowbray & Co. Ltd. Oxford, Great Britain, 1980. P.67 V.

4 Abba Isychrion in The Sayings of the Desert Fathers; the Alphabetical Collection, Übers. Benedicta Ward SLG. A.R. Mowbray & Co. Ltd. London 1975, S. 94-95 #1.

5 St. Ignaty Brianchaninov, The Arena; an Offering to Contemporary Monasticism. Übers. Archimandrit Lazarus (Moore), Holy Trinity Monastery Press, Jordanville, NY 1983. S. 118-119.

6 Ebd., S. 247.

7 Archimandrit Lazarus, О Mонашестве. Publ. der Moskauer Niederlassung des Pskov-Petscherskij Klosters, Moskau 1995, S. 14.

8 Sedalen, Ton 1, Sonntag des Verlorenen Sohnes, zit. nach: The Lenten Triodion, St. Tikhon’s Seminary press, South Canaan, PA 1994, S. 116.

9 St. Isaac the Syrian, The Ascetical Homilies, Übers. und publ. Holy Transfiguration Monastery, Boston, MA 1994, S. 3-4.

10 Ebd., S. 288.

11 Zit. nach: St. John of the Ladder, The Ladder of Divine Ascent, Paulist Press, New York, NY 1982, S. 82.

12 Op cit. Archimandrit Lazarus, О Mонашестве, S. 12

13 Op cit. St. John of the Ladder, The Ladder of Divine Ascent, S. 76 (geringfügig paraphrasiert).

14 Op cit. St. John of the Ladder, The Ladder of Divine Ascent, S. 83.

15 Abba Dorotheus of Gaza, Discourses and Sayings, Übers. Eric P. Wheeler. Cistercian studies series #33. Cistercian Publications, Inc. Kalamazoo, Michigan 1977, S. 126.

16 Op cit. Archimandrit Lazarus, О Mонашестве, S. 16-17.

17 Hl. Barsanuphius von Optina. Zitiert nach: Выбор пути христианина: Брак, монастырь, монастырь в миру? („Die Wahl des christlichen Weges: Ehe, Kloster oder Kloster in der Welt?“, ohne Verfasserangabe), Zentr Blago, Moskau 1996, S. 78-79.

18 Hl. Theophan der Klausner, Созерцание и Размышление, Sretenskij Kloster, Moskau, 2000, S. 36-37.

19 Zitiert nach: Выбор пути христианинa ..., S. 82.

20 Ebd., S. 110-111.