
DER WEG ZUR RETTUNG
Hl.
Theophan der Klausner
Orthodoxe
Quellen und Zeugnisse


Vorwort
des Übersetzers
Bischof
Theophan der Klausner (1815-1894) zählt zu den bedeutendsten geistlichen
Schriftstellern der Orthodoxen Kirche in der neueren Zeit. In seinem
Hauptwerk Weg zur Rettung entwickelt er systematisch eine Übersicht über die
Asketik, d. h. über den Weg zur christlichen Vollkommenheit. Das Ziel des
Buches ist es, den Leser Schritt für Schritt in das geistliche Leben
einzuführen und ihn anzuleiten, selbst ein „Leben der Heiligung“ zu führen
– ein Leben, das der Rettung der Seele gewidmet ist. Bischof Theophan
entfaltet mit großer Klarheit die „spirituelle Psychologie“ der
Orthodoxen Kirche auf der Grundlage jener umfassenden Kenntnis der
menschlichen Seele und ihrer Verbindung mit der geistigen Welt, die für
die Heiligen Väter „von den Anfängen an“ bis heute kennzeichnend
ist. Es war ihm gegeben, die patristische Lehre über das Leben in Christo
in eine Form zu kleiden, die auch dem Menschen der Neuzeit zugänglich und
nachvollziehbar ist. Jeder, der ernsthaft versucht, den in den Evangelien
gewiesenen Weg zu gehen und sich „um des Himmelreiches willen müht“
(gr. askéo: „ich übe, mühe
mich“), wird zwangsläufig auf bestimmte Schwierigkeiten und Gefahren
stoßen – von denen viele zu allen Zeiten gleich sind, da die
menschliche Natur infolge des Sündenfalls krank und entstellt ist, andere
hingegen unterschiedlich: jene, die seiner eigenen Person und dem
soziokulturellen Umfeld innewohnen. Das vorliegende Buch, das von der
strengen monastischen Spiritualität der Orthodoxie ausgeht, vermag gerade
auch dem „in der Welt“ lebenden Christen entscheidende Hilfe,
Ermutigung und die notwendige Orientierung zu bieten. Zwar lebte Bischof
Theophan in einer Gesellschaft, die sich, bei allen Mängeln, noch auf dem
Boden der orthodoxen Prinzipien befand – im Rußland des 19.
Jahrhunderts –, doch erkannte er, wohin die Entwicklungen führen würden,
die sich zu seiner Zeit bereits ankündigten. Er sah die neue Apostasie,
den Abfall vom christlichen Glauben, den Zerfall der Werte voraus, der
nach den tiefgreifenden Umwälzungen des 20. Jahrhunderts beinahe schon zu
einer selbstverständlichen Voraussetzung der sogenannten
„post-christlichen“ Epoche geworden ist.
Der Schwerpunkt seines Werkes liegt – wie stets in der orthodoxen
Spiritualität – auf der Reue, auf der Umkehr des Menschen und seiner
Hinwendung zu Gott (gr. metánoia:
Sinnesänderung, Reue, Umkehr, Buße), wie ja auch der innere Pulsschlag
der Orthodoxie eine unablässige Bewegung der reuevollen Umkehr ist: Kyrie
eleison oder Gospodi pomiluj
– Herr, erbarme Dich! Dies ist das viele hundert Mal wieder-holte
Leitmotiv eines jeden orthodoxen Gottesdienstes, zugleich bildet es den
Kern des (nach Möglichkeit unablässigen) „Jesus-Gebetes“ (Herr
Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme Dich meiner...), das im
Mittelpunkt der orthodoxen Frömmigkeit steht und geradezu den Inbegriff
der ortho-doxen Spiritualität darstellt. Auch die Botschaft des
Evangeliums beginnt mit der Aufforderung zur reuevollen Umkehr: Tut
Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! (Mt 3,2;4,17; Mk
1,15) Ohne Buße gibt es keine Vergebung der Sünden, keine Tilgung der
Schulden, die jeder einzelne überall dort angehäuft hat, wo er nicht
seiner Bestimmung, die in den Geboten Gottes zum Ausdruck kommt, folgte,
das Notwendige nicht vollbrachte und statt dessen das dem Gesetz Gottes
Zuwiderlaufende tat. Ohne die Vergebung der Sünden aber ist es dem
Menschen nicht möglich, am Reich Gottes teilzuhaben – an Seiner
Herrlichkeit (gr. dóxa), an der
Gemeinschaft mit Ihm, dem Schöpfer. So lehrt es das Wort Gottes in unmißverständlicher
Klarheit; und die Heiligen, die „Zeugen des Wortes“, sprechen davon,
daß die Sünden jene „Mauer aus Erz“ bilden, die uns von Gott trennt.
Wenn die „Wissenschaft von der Sünde“ – die Kenntnis über
das Wesen der Sünde als der grundlegenden Erkrankung der Menschennatur
– verlorengeht, hat dies verhängnisvolle Folgen für die christliche
Spiritualität (die dann schon keine mehr ist); denn um in jenen Zustand
der heilsamen Reue zu gelangen, ist die Erkenntnis der eigenen Sündhaftigkeit
nötig, ebenso wie es der richtigen Diagnose für die wirksame Behandlung
einer Krankheit bedarf. Der Verlorene Sohn im Gleichnis ging
in sich – er
erkannte seinen selbstverschuldeten, erbärmlichen Zustand – und
gelangte dadurch zu dem Entschluß, zum Vater zurückzukehren und vor ihm
zu bekennen: Vater, ich habe mich
gegen den Himmel und gegen dich versündigt (Lk 15,11-32). Der
reuevolle Schächer am Kreuz erlangt die Vergebung seiner Sünden und den
Zugang zum Paradies, nicht aber der stolze Pharisäer, der von der eigenen
Rechtschaffenheit überzeugt ist und von daher nicht die Krankheit
erkennt, die seine Seele gefangenhält und von Gott trennt. Und so ist der
wahre spirituelle Weg durch die immer tiefere Erkenntnis der Versündigung
gekennzeichnet.
Ein etwas älterer Zeitgenosse Bischof Theophans, der gleichermaßen
bedeutende geistliche Schriftsteller und zusammen mit Theophan von der
Russischen Orthodoxen Kirche verherrlichte (kanonisierte) Bischof Ignatij
Brjančaninov (1807-1867), schreibt (in: Die
Arena, Kap. 40): „Ein profundes und verborgenes Mysterium ist der
Fall des Menschen. Es ist für den Menschen beinahe unmöglich, ihn
mittels seiner eigenen Kräfte zu begreifen. Dies liegt daran, daß eine
der Folgen des Sündenfalls die geistige Blindheit ist, die den Verstand
daran hindert, die Tiefen und die Finsternis des Gefallenseins zu
erkennen. Unser gefallener Zustand erscheint täuschend als ein Zustand
des Triumphes, und das Land des Exils scheint einen außergewöhnlichen
Spielraum für Fortschritt und Vergnügen zu bilden. Allmählich enthüllt
Gott dieses Mysterium jenen Asketen, die Ihm ernsthaft und mit ihrer
ganzen Seele dienen. Was für ein verändertes Bild, Brüder, und wie
grauenhaft ist der Anblick, den wir erschauen, wenn uns dieses Mysterium
enthüllt wird! Wenn durch göttliche Führung die Abgründe der Hölle in
den Tiefen des Herzens offengelegt werden.“
Daher steht auch im Zentrum des Werkes von Bischof Theophan die klare
Erkenntnis der eigenen Sünden und ihrer Wurzeln: der in den Tiefen der
Seele verborgenen und mit den Seelenkräften verwachsenen Leidenschaften.
In der orthodoxen Spiritualität wird die Leidenschaft (gr. páthos)
als Erkrankung gesehen, die – als Folge des Sündenfalls – die Seele
gefangen hält und aus der die verschiedenen Sünden, quasi in Form von
„Symptomen“, hervorgehen. Die Sünde selbst wird nicht nach
juristischen oder einfach moralischen Kriterien gemessen, sondern als eine
Entstellung des Bildes Gottes im
Menschen (Gen 1,27) erkannt, wodurch der Mensch seine Bestimmung, den
Sinn und das Ziel seines Daseins verfehlt und sich der Gemeinschaft mit
Gott, den heiligen Engeln und den heiligen und gerechten Menschen aller
Zeiten beraubt, denn Sünde ist Finsternis, und Gott
ist Licht, und keine Finsternis ist in Ihm (1 Jh 1,5). Da der Mensch
aber, nach dem Ebenbild Gottes geschaffen, mit einem freien Willen
ausgestattet ist, liegt es ausschließlich an ihm selbst, ob er bereit
ist, den Willen Gottes zu tun (Mt 7,21), oder ob er an den Leidenschaften
festhält, die ihn im Zustand der Gottesferne einschließen. Von daher
setzt die nüchterne, „konkrete“ Mystik der Orthodoxie nicht im unbeständigen
und täuschenden Bereich der Gefühle und Vorstellungen an, sondern in der
neuen, ganzheitlichen Ausrichtung des persönlichen Willens nach dem
Willen Gottes. Darin liegt überdies die Verantwortlichkeit des Menschen für
seine Handlungen und Entscheidungen begründet.
Bischof Theophan lehrt somit die klare Unterscheidung zwischen dem
„rechten Weg im Gesetz des Herrn“ und dem „Weg des Verderbens“,
wie es im 1. Psalm heißt. Sie besteht in der eindeutigen Trennung
zwischen Gut und Böse in sich selbst und in der eigenen Lebensführung. Darüber hinaus führt
er in die Gesetze des asketischen Kampfes, der „geistlichen Kriegsführung“,
ein, in dem der Christ nicht gegen
Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen hat, sondern gegen
die Fürsten und Gewalten, gegen die Herrscher der Welt der Finsternis,
gegen die bösen Geister unter dem Himmel (Eph 6,12-13). Die Errettung
des Menschen durch Jesus Christus, den Herrn und Erlöser der Welt, wie
sie in den Evangelien verkündet wird, ist für den Gläubigen eine
eindeutige und erfahrbare Wirklichkeit. Ebenso aber ist für den Christen
das Reich des Satanischen eine Realität, mit der er sich, je tiefer er in
die Mysterien, die der Stellung des Menschen in der Welt zugrunde liegen,
eindringt, zunehmend konfrontiert sieht. Der Weg des Christen ist der Weg
des Kreuzes (Wer Mein Jünger sein will, der entsage sich selbst, nehme sein Kreuz
auf sich und folge Mir nach, Mt 16,24), und ein Christentum „light“
– d. h. ohne die Mühen der Selbstentsagung, ohne den geistlichen Kampf
und den „Tod des alten Menschen“, der der Geburt des neuen Lebens
vorausgeht – kann nur zu weiterer Selbsttäuschung führen.
Die strenge Konsequenz der orthodoxen Spiritualität mag daher jenen, die
das Christentum mit den Formen, die in den letzten Jahrhunderten im Westen
entstanden sind, identifizieren, fremd erscheinen; hingegen entfaltet sie
nur das im Wort Gottes Gebotene – den schmalen
Pfad, der zum Leben führt (Mt 7,13).
Einleitung
des Verfassers
Es
ist möglich, im Sinne der katechetischen Lehrbücher die Gefühle und
Neigungen, die man als Christ haben sollte, zu beschreiben, doch umfaßt
dies bei weitem nicht alles, was für die Verwirklichung der eigenen
Errettung notwendig ist. Die Hauptsache für uns besteht darin, wahrhaft
im Geist Christi zu leben. Doch kaum kommt man damit in Berührung, wie
viele Verwirrungen werden aufgedeckt, wie viele Wegweiser sind nötig –
bei fast jedem Schritt!
Es
ist wahr, man mag das letzte Ziel des Menschen kennen: die Vereinigung mit
Gott. Auch kann man den Pfad dorthin beschreiben: Glaube und das Leben
nach den Geboten Gottes mit Hilfe der göttlichen Gnade. Somit wäre es
nur nötig zu sagen: Hier ist der Weg – geh los!
Dies ist leicht
gesagt: Hier ist der Weg – nun geh ihn. Aber wie?
Denn größtenteils mangelt es allein schon an dem Wunsch zu gehen.
Die Seele, die von der einen oder anderen Leidenschaft angezogen wird,
wehrt sich hartnäckig gegen jede zwingende Kraft, gegen jeden Ruf; die
Augen wenden sich von Gott ab und wollen nicht auf Ihn schauen. Man findet
kein Gefallen am Gesetz Christi; es besteht nicht einmal die Neigung, ihm
zu lauschen. Man mag fragen: Wie gelangt man an jenen Punkt, wo der Wunsch
geboren wird, auf dem Pfad Christi auf Gott zuzugehen? Was ist zu tun,
damit sich das Gesetz dem Herzen von allein einprägt, und der Mensch wie
aus sich selbst heraus diesem Gesetz entsprechend handelt, ohne Zwang, so
daß das Gesetz nicht auf ihm lastet, sondern sozusagen aus ihm
hervorgeht?
Angenommen, jemand
hat sich Gott zugewandt und ist dorthin gekommen, Sein Gesetz zu lieben:
Ist dadurch das Zugehen auf Gott, das eigentliche Wandeln auf dem Pfad des
Gesetzes Christi, schon eine Notwendigkeit – und wird es zum Erfolg
führen, nur weil wir dies wünschen? Nein. Vom Wunsch abgesehen, muß man
auch die Kraft und die Kenntnis haben, um zu handeln, man muß über
tätige Weisheit verfügen.
Wer den Weg betritt,
das Wohlgefallen Gottes zu gewinnen, oder wer mit Hilfe der Gnade beginnt,
auf dem Pfad des Gesetzes Christi auf Gott zuzustreben, wird zwangsläufig
von der Gefahr bedroht sein, an Weggabelungen seinen Weg zu verlieren, in
die Irre zu gehen und zu verderben, während er sich selbst für gerettet
hält. Diese Weggabelungen sind nicht zu vermeiden, da die sündigen
Neigungen und die Unordnung der eigenen Anlagen Dinge im falschen Licht
darstellen können – und so den Menschen täuschen und zerstören. Es
ist die Schmeichelei des Satans damit verknüpft, der sich nur widerwillig
von seinen Opfern trennt und denjenigen verfolgt, der aus seinem
Herrschaftsbereich in das Licht Christi überwechselt. Er wirft jede Art
von Netz aus, um ihn erneut einzufangen – und recht oft fängt er ihn
tatsächlich wieder.
Folglich ist es
notwendig, demjenigen, der schon den Wunsch hat, auf dem gewiesenen Pfad
zum Herrn zu gehen, zusätzlich all die Abwege, die auf diesem Pfad möglich
sind, aufzuzeigen, so daß der Reisende im voraus gewarnt ist und somit
die Gefahren, denen er begegnen wird, sehen kann und zu erkennen vermag,
wie sie zu vermeiden sind.
Diese allgemeinen Erwägungen,
welche für all jene, die den Pfad der Erlösung anstreben, unverzichtbar
sind, lassen gewisse Grundregeln des christlichen Lebens als unentbehrlich
erscheinen, durch welche bestimmt wird: Wie der rettende Wunsch nach der
Vereinigung mit Gott und der Eifer, darin zu bleiben, erlangt werden, und
wie man Gott erreicht, ohne zwischen all den Weggabelungen, denen man bei
jedem Schritt auf diesem Weg begegnen kann, in ein Mißgeschick zu geraten
- mit anderen Worten, wie man das christliche Leben zu leben beginnt und
wie man sich, hat man es erst einmal begonnen, darin vervollkommnet.
Die Aussaat und die
Entwicklung des christlichen Lebens sind vom Wesen her von der Aussaat und
der Entwicklung des natürlichen Lebens verschieden, und zwar wegen des
besonderen Charakters des christlichen Lebens und seiner Beziehung zu
unserer Natur. Der Mensch wird nicht als Christ geboren, sondern wird es
erst nach der Geburt. Das Samenkorn Christi fällt auf den Boden eines
Herzens, das schon schlägt. Da die Erfordernisse des Christentums den
natürlich geborenen Menschen in eine bedrückende Lage bringen, weil sie
ihm widerstreben – während zum Beispiel in einer Pflanze der Beginn des
Lebens das Hervorbrechen eines Sprosses aus dem Samen ist, also ein
Erwachen von sozusagen schlummernden Kräften –, ist der Anfang eines
wahren christlichen Lebens im Menschen eine Art von Wiedererschaffung,
eine Ausstattung mit neuen Kräften, mit einem neuen Leben.
Nehmen wir ferner an,
daß das Christentum als ein Gesetz empfangen wurde – d. h. der
Entschluß wird gefaßt, ein christliches Leben zu führen: so ist dieser
Same des Lebens (dieser Entschluß) im Menschen nicht von Elementen
umgeben, die ihm günstig wären. Zugleich bleibt der ganze Mensch –
sein Körper und seine Seele – an das neue Leben unangepaßt. Er ist
nicht bereit, sich dem Joch Christi zu unterwerfen. Daher beginnt im
Menschen von diesem Augenblick an eine schweißtreibende Arbeit – die
Mühe, sein ganzes Wesen und all seine Fähigkeiten gemäß den
christlichen Grundlagen zu erziehen.
Es ist daher so, daß
– während zum Beispiel das Pflanzenwachstum eine allmähliche,
einfache, ungezwungene Entfaltung von Kräften darstellt – dies im
Christen ein Kampf mit sich selbst ist, intensiv und leidvoll, der viel
Mühe erfordert, wobei der Mensch seine Fähigkeiten für etwas zur
Verfügung stellen muß, wofür er keine [natürliche] Neigung hat. Wie
ein Soldat muß er jeden Fußbreit Land, sogar sein eigenes, von seinen
Feinden auf dem Weg der Kriegsführung abringen, und zwar mit dem
doppelseitigen Schwert des Sich-Zwingens und des Sich-selbst-Widerstrebens.
Schließlich erweisen sich die christlichen Prinzipien nach langen
Bemühungen und Strapazen als siegreich, und sie herrschen ohne
Widerstand. Sie durchdringen alle Bestandteile des menschlichen Wesens,
enthoben den Forderungen und Neigungen, die ihnen feindlich sind, und sie
führen den Menschen in einen Zustand der Leidenschaftslosigkeit und
Reinheit, der ihn würdig der Seligkeit jener macht, die reinen Herzens
sind – Gott in sich zu schauen, in der innigsten Vereinigung mit Ihm.
Solcherart ist der
Zustand des christlichen Lebens in uns. Dieses Leben umfaßt drei Stadien,
welche man, ihrem Wesen entsprechend, nennen könnte:
1) Umkehr zu Gott;
2) Reinigung oder
Selbstberichtigung;
3) Heiligung.
Im
ersten Stadium wendet sich der Mensch von der Finsternis zum Licht, aus
dem Herrschaftsbereich Satans zu Gott. Im zweiten reinigt er die Kammer
seines Herzens von jeder Unreinheit, um Christus den Herrn, der zu ihm
kommt, zu empfangen. Im dritten Stadium kommt der Herr, nimmt Wohnung in
seinem Herzen und vereint sich mit ihm. Dies ist der Zustand der seligen
Gottesgemeinschaft – das Ziel aller Anstrengungen und asketischen
Bemühungen.
Dies alles zu
beschreiben und seine Gesetzmäßigkeiten zu bestimmen, bedeutet – den Weg zur Rettung
aufzuzeigen.
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